Ob iTunes, Beatport, Bandcamp, Spotify, Youtube oder Soundcloud; für jeden Musiker gibt es mittlerweile sehr vielfältige Möglichkeiten seine Musik zu vertreiben. Allerdings bringt diese neue Welt ihre eigenen technischen Gegebenheiten mit, wie auch die herkömmlichen Medien wie CD oder Vinyl.
Allen gemeinsam ist, daß sie ein möglichst optimiertes Master als Ausgangsbasis voraussetzen. So auch die digitalen Distributoren; viele dieser Anbieter konvertieren beim Upload die Musikstücke mit ihren eigenen, speziellen MP3-Codecs, deren Auswirkungen für das Musikmaterial im Vorfeld schlecht absehbar sind. Vor allem ungewollte Übersteuerungen durch den Codec sind hier ein entscheidendes Thema, gerade bei sehr stark komprimierten/limitierten Audiofiles.
Einen Schritt in die richtige Richtung hat Apple mit ihrem MFIT-Programm unternommen; spezielle Algorithmen prüfen jedes Master auf technische Tauglichkeit für den Apple-eigenen Codec. Leider läßt sich die Analyse nicht 1:1 auf die anderen Anbieter übertragen, so daß hier im Regelfall mehr oder weniger große Kompromisse eingegangen werden müssen. Weshalb das Label MFIT mit dem geworben wird, eher als PR-Aktion denn als Qualitätssiegel gesehen werden kann. Wir prüfen unsere Master für die digitale Distribution dagegen mit verschiedenen Codecs gegen und sorgen so für eine deutlich universellere Eignung eurer Musik.
Eine weitere Neuerung einiger Online-Plattformen ist die sog. „loudness-normalisierung“; eine automatische Pegelanpassung des jeweiligen Anbieters bezogen auf den Durchschnittspegel des Musikmaterials, was für eine gleichmäßige Lautstärke beim Zuhörer sorgt. Der ständige Griff zum Lautstärkeregler gehört damit der Vergangenheit an. Aus technischer Sicht heißt das vereinfacht gesagt: umso lauter vorher gemastert wurde, umso stärker wird der Pegel abgesenkt. In der Konsequenz bedeutet das wohl das endgültige Ende des sog. ‚loudness war‘.
Für den Musiker oder das Label bedeutet das aber nun, daß das typische CD-Master mittlerweile eine denkbar ungünstige Ausgangsbasis geworden ist, um damit andere Vertriebskanäle zu füttern.
In der Konsequenz drängt das die CD weiter in eine Nische, und somit wohl auch zwangsläufig ins Abseits.
Technisch betrachtet ist z.B. ein gutes Vinyl-Master viel näher an einem iTunes-Master als das typische CD-Master.
Wer dafür sorgen tragen will, daß seine Musik nicht nur musikalisch zeitlos klingt, sondern das auch technisch bleibt, wird um eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Anforderungen nicht herum kommen. Wir beraten dabei gerne.